Jedda, Al Ula, Jubbah, Auf Wiedersehen Saudi Arabien

Die Überlandfahrt nach Jedda überrascht mit einer „grünen Wüste“…Anbau von Mais, Weizen und Gemüse auf Wüstensand, eine echte Herausforderung.

Die Multikulti – wichtigste Hafenstadt Jedda am Roten Meer liegt in der Region Mekka und ist für die Pilger die Pforte nach dem 72 km entfernten Mekka. Sie ist Anlaufpunkt für muslimische Pilger aus aller Welt. Jedda hat eine lange Geschichte, 4 Mill. Einwohner und ist eine Stadt der Superlative, wie der höchste Fernsehturm des Landes, die größte Dachkonstruktion der Welt am Flughafen, der höchste Springbrunnen der Welt und nicht zu vergessen, der Jedda Tower, 1007 Meter hoch soll er werden, höher als der Burj Khalifa in Dubai… Nun, wir interessieren uns eher für die Altstadt, UNESCO Weltkulturerbe. Viele Gebäude sind hier mit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869, errichtet worden. Damals war ein regelrechter Bauboom in der Stadt. Reiche Leute bauten in die Höhe mit großen Wohnräumen für sich. Charkteristisch sind die „Roshan“ Fenster, hölzerne Fenstererker, mit einer Ventilationsfunktion und dem Blickschutz für den privaten Bereich. Heute sind noch sehr viele dieser Häuser in Privatbesitz, der ehemals große Wohnraum in viele Zimmer aufgeteilt und oftmals an Einwanderer vermietet.

 

Das Baumaterial der Altbauten ist Korallenschutt und Lehmmörtel, verstärkt durch waagerecht eingezogene Balken.

 

Die Infrastruktur ist auf die Pilgerströme zugeschnitten. Die Altstsadt ist geprägt durch Baumaßnahmen, von den ursprünglich 1000 alten Bauwerken sind nur noch 350 vorhanden.

Abschiednehmen ist unser Stichwort.

Und die Fahrt geht weiter kurz am Roten Meer entlang hoch in das nordwestliche Saudi Arabien, nach Al Ula.

Die Oase Al Ula entspricht dem biblischen Dadan und war Hauptstadt des lihyanischen Reiches, also eine Zeit im 4.-6. Jahrhundert v. Chr. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist Mada’n in Salih, eine nabatäische Gräberanlage mit über 100 Monumentalgräbern. Diese Anlage soll das Tourismusprojekt von ganz Saudi Arabien werden. Wir sind an einem Sonntag hier und voller Erwartung…die leider nicht erfüllt wird. Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Samstag und das von 9.00 bis 14.00 Uhr. Sehr schade, so erfreuen wir uns wenigstens an den Sandsteinformierungen.

Besser dran sind wir im Ort Jubbah, der umgeben von der Nefud Wüste mit dem roten Sand ist und  auf einem alten Seebett liegt. Jubbah ist von großen Sandsteinfelsen umgeben, die mit alten Petroglyphen und Inschriften auf der Felswand gefüllt sind. Der Jjebel Umm Sanman gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Zu sehen sind hier verschiedene Tiere, Personen und Schriftzeichen, die bis 8000 Jahre vor Chr. datiert sind .

Unsere Rundreise Saudi Arabien geht nach 7500 km zu Ende. Hier noch ein bunter Abschluß und viele Grüße aus der blühenden Wüste.